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Lymphödem - Arten

Primäres Lymphödem

Das primäre Lymphödem ist eine angeborene Schwäche des Lymphgefäßsystems. Die Ursachen sind

- zu wenig oder zu kleine Lymphgefäße
- zu wenig oder keine Lymphknoten
- nicht richtig funktionierende Lymphgefäße bzw. Lymphknoten
- oder eine Kombination der genannten Störungen 




Das Lymphgefäßsystem verfügt über beachtliche Reserven, weshalb es oft Jahre dauert, bis sich die Schwäche bemerkbar macht. So reicht beispielsweise bereits ein Sonnenbrand aus, um das System zu überlasten und im wahrsten Sinne des Wortes „das Fass zum Überlaufen zu bringen“. Als Folge entwickelt sich ein Lymphödem.

Ein primäres Lymphödem beginnt meist distal, also an den Zehen, seltener auch an den Händen. Es kann sich aber auch an jedem anderen Körperbereich entwickeln. Neben den für Lymphödeme typischen Schwellungen treten im weiteren Verlauf Hautveränderungen auf. 

Beginn eines primären Lymphödems

Beginn eines primären Lymphödems Hautverdickung an

Hautverdickung an der 2. und 3. Zehe

Die Haut wird im Ödemgebiet dicker und gröber. Finden sich diese Veränderungen am Zehengrundgelenk der zweiten Zehe, spricht man von einem „positiven Stemmerzeichen“. 

Beginn eines primären Lymphödems Hautverdickung an Beginn eines primären Lymphödems Hautverdickung an Beginn eines primären Lymphödems Hautverdickung an

Hautveränderungen beim Lymphödem

Die Haut der betroffenen Körperpartien zeigt häufig typische Veränderungen auf, die mit einem primären Lymphödem einher gehen:

- warzenartige Wucherungen (Papillomatose)
- verstärkte Verhornung der Haut (Hyperkeratose)
- Lymphbläschen
- Fisteln (Verbindung zwischen Körperhöhlen, oft nach außen)

Diese Hautveränderungen nehmen mit Dauer und Schwere des Ödems zu. Die Behandlung des Lymphödems muss deshalb so früh wie möglich erfolgen, damit diese Veränderungen gar nicht erst auftreten. Eine zu späte Therapie kann zur Folge haben, dass die Hautveränderungen nicht mehr zur Gänze rückgängig gemacht werden können.


Das primäre Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die derzeit nicht geheilt, aber sehr gut therapiert werden kann. Im Wittlinger Therapiezentrum im Tiroler Walchsee behandeln wir unsere Patienten mit der Manuellen Lymphdrainage nach Dr. Vodder und Kompression. Die Intensität der Behandlung hängt von der Ödemstärke sowie dem Ödemverlauf ab. Wie erfolgreich die Behandlung ist, hängt wesentlich vom frühzeitigen Beginn ab, aber auch vom ödementsprechenden Verhalten des Patienten. 



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tuevLymphödemklinik Wittlinger Therapiezentrum GmbH
Alleestrasse 30 - A-6344 Walchsee - Tel: +43 (0)5374 5245-0
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