Corona-Krisenmanagement im Wittlinger Therapiezentrum
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Walchsee, am 23.03.2020

Beeindruckendes Corona-Krisenmanagement im Wittlinger Therapiezentrum
Stellungnahme der Geschäftsführung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Frühzeitig - bereits am 8. März 2020 - wurden die Patienten unserer Reha-Einrichtung über die Entwicklungen rund um Covid 19 informiert. Offene Fragen, wie die Weiterbehandlung, Abreisemöglichkeiten und die Sicherheit, dass anreisende Patienten nicht Covid 19-Infiziert sind, wurden den Patienten erklärt. Laufend wurden Patienten und Mitarbeiter über die Hände-Hygiene in Kenntnis gesetzt.

In der Woche ab 09. März wurden zur Sicherheit der Patienten die von den Behörden und Versicherungen formulierten und täglich neuen Auflagen als innerbetriebliche Maßnahmen umgesetzt: Die Teilnehmeranzahl der Gruppentherapien und Schulungen wurde verringert und das Besuchsrecht eingeschränkt. Um die Gesundheit aller Personen noch besser zu schützen, haben wir die ambulanten und stationären Patienten auf Eigeninitiative voneinander getrennt. Die Wartebereiche in der Therapie wurden aufgelöst.

Frau Maria Wittlinger und Dieter Wittlinger wurden am Dienstag, den 17. März 2020, im Bezirkskrankenhaus Kufstein auf den Virus Covid 19 getestet.

Tags darauf wurden die infizierten Personen vormittags per Fax über das positive Testergebnis informiert. Unverzüglich wurde dann mit der Gesundheitsbehörde Kontakt aufgenommen. Zwei Stunden danach – um 12 Uhr – startete das Therapiezentrum mit den behördlich angeordneten Maßnahmen und leitete alle notwendigen Schritte ein:

In enger Abstimmung mit dem BKH Kufstein wurden alle Therapien eingestellt und die Patienten zu ihrem Schutz auf ihren Zimmern isoliert. Herr und Frau Wittlinger hatten weder zu diesem noch zu einem früheren Zeitpunkt engen Kontakt mit den Patienten, die allesamt keine Grippesymptome aufwiesen. Eine Liste mit privaten und beruflichen Kontakten wurde von Herrn und Frau Wittlinger erstellt und der Gesundheitsbehörde zugesandt. Zwischen 13 und 14 Uhr wurde eine interne Besprechung – bestehend aus dem Ärzteteam, dem Prokurist und den Mitarbeitern – abgehalten. Sowohl die Vorgehensweise hinsichtlich eines Notbetriebes als auch die Beschäftigung bzw. Voranmeldung zur Kurzarbeit unserer Angestellten wurde in dieser Runde thematisiert. Im Anschluss wurden zwischen 14 und 17 Uhr die Patienten in persönlichen Gesprächen von der Abteilung „Medizin & Pflege“ informiert. Dabei gab es via Mail, Fax und Telefon einen ständigen Austausch mit der Geschäftsführung, die sich in Quarantäne befand, den Behörden und den ltd. Mitarbeitern.

Am Donnerstag, den 19. März 2020, gab es weitere behördliche und interne Abklärungen zur Vorgehensweise der Patientenbetreuung und zum weiteren Betrieb des Therapiezentrums. Zu Mittag – um 12:18 Uhr – wurde das Wittlinger Therapiezentrum von der BH Kufstein darüber informiert, dass wir die Patienten kontrolliert in die häusliche Quarantäne entlassen sollen. Von diesem Zeitpunkt an bis um 17 Uhr haben wir diese Anweisung befolgt, die Patienten wurden nach Hause geschickt und der Betrieb heruntergefahren.

Zu keinem Zeitpunkt wurde in unserer Einrichtung fahrlässig gehandelt. Die Gesundheit der ambulanten und stationären Patienten steht und stand – in dieser schwierigen Zeit – immer im Vordergrund unseres Handelns.  Nachdem Herr und Frau Wittlinger krank wurden, begaben sie sich in selbstgewählte Isolation. Die Covid 19 Tests, die leider positiv waren, bestätigen die vorausschauenden Vorgehensweise der maßgeblichen Personen in der Geschäftsführung.

Für das Wittlinger Therapiezentrum
Ärztliche Leitung und Geschäftsführung

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